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Latin Jazz

19.11.2010
ab 20.30 Uhr

mit "Alexia Gardner"

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10-Jahres Jubiläum

Reiches Innenleben, diskretes Äusseres Der neue Rote Turm in der Badener Altstadt Nach einer bewegten, über 18 jährigen Planungsphase steht die Liegenschaft Roter Turm der katholischen Kirchgemeinde in der Badener Altstadt vor ihrer Einweihung. Das für rund 10,5 Millionen Franken neu erbaute Gebäude mit einem grossen Saal, einem Speiserestaurant, einem Ladengeschäft und verschiedenen Stockwerken mit Büros, die zum grössten Teil im Besitz der Stadt Baden sind, soll sich nach dem Willen der Bauherren zu einem wichtigen Gemeinschaftszentrum Badens entwickeln. Die Bemühungen um einen Neubau des Roten Turms an der Rathausgasse gehen bis ins Jahr 1979 zurück. Ein Ideenwettbewerb bildete damals den Grundstein für den Wiederaufbau des katholischen Pfarreizentrums Baden. Verschiedene Anträge und Ideen kamen in den folgenden Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen zu Fall. An der Kirchgemeindeversammlung vom Juni 1993 wurde schliesslich auf Antrag einer paritätischen Kommission der Realisierung des Projektes Roter Turm gegenüber dem Josefshof, ebenfalls im Zentrum Badens gelegen, der Vorzug gegeben. Dessen Neugestaltung war mit 13 Millionen Franken als zu teuer befunden worden. Es wurde in der Folge ein Baukredit von 10,5 Millionen Franken für den Roten Turm bewilligt, unter der Bedingung, dass Vorverträge für den Verkauf von Stockwerkeigentum auszuarbeiten seien. Mit der Stadt Baden, die vormals einen Kaufvertrag über drei Stockwerke abgelehnt hatte, konnte ein Kaufvertrag über drei Stockwerke eingegangen werden, worin künftig die Abteilungen Hochbau, Tiefbau und Stadtplanung untergebracht sind. Auch für das Erdgeschoss mit Restaurant und einem Ladengeschäft konnte ein Käufer gefunden werden.

Knacknuss für die Planer


Eine Knacknuss für Planungsverantwortlichen war jedoch der Abbruch des alten Gebäudes, der Anfang 1995 in Angriff genommen wurde. Ein ausgeklügeltes System musste entwickelt werden, um während der Bauzeit die Nachbarliegenschaften, welche sich an den Roten Turm lehnen, statisch zu sichern. Die Baugrubensicherung erwies sich aufwendiger als geplant, was Mehrkosten und eine Bauverzögerung von mehreren Monaten zur Folge hatte. Dennoch, betont Peter Wanger, Präsident der Baukommission, habe man den Kostenvoranschlag einhalten können. Die Bauzeit wurde jedoch zusätzlich durch Einsprachen um insgesamt ein Jahr verlängert.


Begegnungsort für Vereine


Gestaltet wurde das inmitten der Altstadt gelegene Gebäude, welches 1361 als Stadtturm erstmals urkundlich in der Badener Stadtgeschichte auftaucht, von Max Steiger, Architekt BSA SIA, Baden. Als Kernstück der neuen Liegenschaft stellen der gedeckte Innenhof und die überdachte Passage eine Erweiterung des Stadtraums dar. Dabei soll der Innenhof einerseits als Aufenthaltsraum für das ebenerdige Restaurant und andererseits für eine angemessene Belichtung und Belüftung aller oberirdischen Räume dienen. Die Passage verbindet die Rathausgasse mit dem Kirchplatz. Der reiche, klar gegliederte innere Aufbau steht bewusst im Gegensatz zur zurückhaltend gestalteten äusseren Fassade. Der dreiteilbare Saal der Kirchgemeinde im Untergeschoss bietet Platz für über 200 Personen und verfügt über eine Bühne sowie eine eigene grosszügige Küche. Der Raum wirkt dank der Verwendung verschiedener Materialen freundlich hell, obwohl er auf Tageslicht verzichten muss. Das Dach ist durch den Innenhof in Teilflächen aufgeteilt, was an die kleinteilige Altstadtstruktur erinnern soll. Mit der offiziellen Einweihung der neuerstellten Liegenschaft Roter Turm am Wochenende vom 11. bis 13. April verfügen die Vereine der Stadt Baden nach jahrelanger Wartezeit nebst dem Stadtcasino endlich wieder über einen attraktiven Begegnungsort, der erst noch zentral liegt. Der bewegte Bauverlauf des Roten Turms ist von José Fernandez auf über 300 Photos festgehalten worden und wird zurzeit im 1. Stock in einer Ausstellung präsentiert.